Informationen rund um den Wettbewerb

Die Wettbewerbsklassen

Standardklasse

Standard-Flugzeuge (15 Meter Spannweite, keine Wölbklappen)

Gemischte Klasse

Flugzeuge der Rennklasse (15 Meter Spannweite, mit Wölbklappen), Flugzeuge der 18-Meter-Klasse (18 Meter Spannweite, mit oder ohne Wölbklappen), Flugzeuge der Offenen Klasse (Spannweite von mehr als 18 Metern, bis ca. 25 Meter, mit oder ohne Wölbklappen). In der gemischten Klasse wird mit Index geflogen. Dies ist ein Faktor, der die verschiedenen Gleitleistungen der Flugzeuge in den Tagespunkten ausgleicht.

Wie funktioniert eine Strecken-Segelflugmeisterschaft?

Vergleichbar ist eine Streckensegelflug-Meisterschaft mit einem Orientierungslauf, der in der Luft stattfindet. Täglich schreibt der Konkurrenzleiter eine Aufgabe aus, bei der der Pilot bestimmte Punkte in einer vorgegebenen Reihenfolge anzufliegen hat. Das kann zum Beispiel ein Dreieck sein, oder ein Polygon mit beliebig vielen Punkten. Von dieser Aufgabenform gibt es Abwandlungen, bei denen nicht Punkte, sondern ganze Gebiete anzufliegen sind und die effektive Distanz so durch den Piloten variiert werden kann. Die Gesamtstrecken der Tagesaufgaben sind an einer Regionalmeisterschaft normalerweise zwischen 100 und 500 Kilometer lang, abhängig vom Wetter. Wer die Aufgabe am schnellsten absolviert, ist Tagessieger. Da die Piloten zu verschiedenen Zeitpunkten abfliegen, muss der erste im Ziel jedoch nicht unbedingt der schnellste sein. Die Flugwege der Piloten werden per GPS-Logger aufgezeichnet und auf dem Computer ausgewertet. Die Tagespunkte der Piloten werden jeweils aufsummiert, wodurch dann der Gesamtsieger der Meisterschaft eruiert wird.

Formen der Tagesaufgaben

Es gibt zwei verschiedene Aufgabentypen: Geschwindigkeitsaufgaben (Assigned Speed Task AST) und Gebietsaufgaben (Assigned Area Task AAT).

Geschwindigkeitsaufgabe

Bei dieser Aufgabe werden genaue Wendepunkte in einer bestimmten Reihenfolge vorgegeben (Zylinder mit einem Radius von 500m), wodurch die Aufgabe eine fixe Distanz erhält (z.B. 300km). Alle Flugzeuge einer Klasse fliegen also genau die gleichen Wendepunkte an und absolvieren damit den gleichen Parcours. Wer den Parcours am schnellsten abfliegt, ist Tagessieger.


Gebietsaufgabe

Bei dieser Aufgabe werden in einer bestimmten Reihenfolge sogenannte Wendegebiete (Assigned Areas) vorgegeben. Diese haben grössere Radien, normalerweise ca. zwischen 10km und 40km. Dem Piloten ist es freigestellt, wo innerhalb dieses Gebietes er wenden will. Die Aufgabe erhält somit eine Minimaldistanz (wenn die Wendegebiete nur „angekratzt“ werden) und eine Maximaldistanz (wenn die Wendegebiete voll ausgeflogen werden). Da so unterschiedliche Distanzen geflogen werden, muss die Wertung anders als bei der Geschwindigkeitsaufgabe erfolgen. Hier zählt daher der Geschwindigkeitsschnitt, wobei eine Minimalzeit der Aufgabe eingehalten werden muss. Fliegt jemand also eine weitere Strecke, braucht dafür aber auch mehr Zeit, wirkt sich das auf den Tagesrang gleich aus, wie wenn jemand eine kürzere Distanz in weniger Zeit zurücklegt, da der Geschwindigkeitsschnitt gleich sein kann.

 

Schleppbetrieb

Während der Meisterschaft wird mit 4 bis 5 Schleppflugzeugen operiert, um das Teilnehmerfeld innert nützlicher Frist in die Luft zu bringen und damit faire Bedingungen für alle zu schaffen. Zwei Schleppflugzeuge stellt die Segelfluggruppe Zürich selbst: Eines vom Typ MCR, ein modernes Flugzeug der Klasse Ecolight, die in der Schweiz erst seit Kurzem zugelassen ist. Diese Art von Flugzeugen ist leiser und umweltfreundlicher als herkömmliche Schleppflugzeuge. Der MCR HB-WAT ist seit 2008 im Besitz der Segelfluggruppe Zürich. Das andere Schleppflugzeug der Segelfluggruppe Zürich, in deren Besitz seit 2009, ist ein herkömmliches Schleppflugzeug des Typs Varga. Die restlichen Schleppmaschinen sind für die Meisterschaft zugemietet.

Tagesablauf

Bei gutem Wetter werden ab ca. 9.00 die Flugzeuge montiert und aufgestellt. Das Briefing, an dem die Tagesaufgabe bekannt gegeben wird, findet jeweils um 10.30 statt. Anschliessend an das Briefing folgt der Schleppbetrieb, je nach Wetter und Aufgabe können die Abflüge der Piloten beobachtet werden. Zielüberflüge über dem Flugplatz sind jeweils ab ca. 16.00 zu erwarten.

Festwirtschaft

Während den Meisterschaftswochenenden, der Schulungs-, Schnupper und Passagierwoche zwischen den Wettbewerbstagen, betreibt die Segelfluggruppe Zürich auf dem Flugplatz Buttwil eine Festwirtschaft unter der Leitung von Walter Haag. Täglich geöffnet ab 8.00 Uhr, geht das Angebot von Frühstück über Grilliertes bis zum Tagesmenu. Besucher sind herzlich willkommen!