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Segelfliegen |
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Was ist Segelfliegen? Das Segelflugzeug Start Landung Ausbildung Geschichte
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Was ist Segelfliegen? Der Traum vom Fliegen ist für den Menschen schon uralt. Fliegen wie ein Vogel, dahin schweben und die Welt von oben anschauen, das ist es, was den Menschen schon immer gereizt hat.
Die Flugart, die dem Vogelflug am nächsten kommt und
für den Menschen noch realisierbar ist, ist der Segelflug. Ohne Motor zu fliegen, und nur mit Hilfe von
Naturkräften in der Luft zu bleiben, stellt für jeden Segelflugpiloten nach
jedem Start von neuem eine Herausforderung dar. Die Schönheiten, mit denen
er aber belohnt wird, machen jede Mühe wert. Mit einem Segelflugzeug ist auch Kunstflug möglich. Da man Segelfliegen keinen Motor hat, ist
es ein umweltverträglicher Sport.
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Bei den Segelflugzeugen gibt es Einsitzer und
Doppelsitzer.
Es gibt auch Hochleistungsflugzeuge mit einer Spannweite von bis zu 30 Metern. Hochleistungsflugzeuge weisen Gleitzahlen bis zu 60 auf, ein normales Segelflugzeug erreicht etwa 40. Die Gleitzahl gibt an, welche Strecke in Metern das Flugzeug bei Windstille auf einen Meter sinken zurücklegen kann. Moderne Segelflugzeuge bestehen vorwiegend aus glasfaserverstärktem Kunststoff. Ältere Flugzeuge waren aus Holz, die Flügel waren mit Stoff bespannt. Die Flugzeuge werden entweder im Hangar versorgt, oder auseinandergebaut und im Anhänger verstaut. Die Flügel werden dabei abgenommen und entlang des Rumpfes in die Anhängerröhre gelegt.
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| Start Da ein Segelflugzeug keinen Motor hat, braucht man externe Starthilfe, um in die Luft zu kommen. Es gibt zwei gängige Startarten, der Flugzeugschlepp und der Windenstart.
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| Landung In den meisten Fällen erfolgt die Landung auch auf dem Startflugplatz. Dies kann je nach dem nach einigen Stunden sein, während der Schulung aber oftmals schon nach fünf oder zehn Minuten. Bei Streckenflügen kommt es aber auch vor, dass man auf einem anderen, weiter entfernten Flugplatz landet, je nach Wettersituation oder Tageszeit. Mit dem Segelflugzeug besteht auch die Möglichkeit, auf einem Feld oder einer Wiese zu landen. Gerade an Streckenflugwettbewerben kommt das nicht selten vor. Dieses Verfahren wird aber während der Ausbildung behandelt und gehört zum Segelflug einfach dazu. Es wird daher auch nicht als Notlandung bezeichnet, sondern schlicht und einfach als Aussenlandung. Das Flugzeug wird dann per Anhänger auf dem Landweg zurückgeholt.
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| Ausbildung Die Ausbildung zum Segelflugpiloten besteht aus einem theoretischen und einem praktischen Teil. Die Theorieprüfung muss vor der Praxisprüfung erfolgen. Die praktische Flugausbildung findet zuerst im Doppelsitzer statt, im fortgeschrittenen Stadium auch im Einsitzer. |
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| Geschichte Der wichtigste Schritt zur Verwirklichung des Flugtraumes war die Erkenntnis, dass man die Flügel des fliegenden Objekts nicht unbedingt zu bewegen braucht, sondern dass schon der reine Gleitflug genügt. Um 1900 hatte Otto Lilienthal in Berlin dann erste Erfolge mit einem Gleiter. Danach blieb die Entwicklung des Segelfluges aber eigentlich aus, da man ziemlich schnell zum effizienteren Motorflug überging, wohl der Kriegsvorbereitung wegen. Der Segelflug setzt jedoch die reine Freude am Fliegen voraus, die Freude, mit der Luft zu spielen. Die eigentliche Entwicklung des Segelfliegens begann dann erst um 1920 in der Rhön in Deutschland. Die Deutschen hatten nach dem 1. Weltkrieg ein Motorflugverbot, nicht aber ein Segelflugverbot. So entwickelte sich der Segelflug dann ziemlich schnell und bereits um 1930 entstanden Flugzeugkonstruktionen, die den heutigen Modellen schon sehr ähnlich sind. Zu dieser Zeit machte man auch die ersten Versuche, aus dem Hangaufwind in die Thermik zu wechseln. Die Startmethoden verbesserten sich und auch die Materialverwendung für den Flugzeugbau machte Fortschritte. In den 60er Jahren erschienen dann die ersten Flugzeugkonstruktionen aus Glasfaser, die dann nach und nach die aus Holz und Stoff gefertigten Typen ablösten. Bis heute wurden Flügelprofile verbessert, die Gleitflugleistungen optimiert und auch die Einrichtung im Cockpit ist mit Hilfe von Elektronik und Computern besser geworden. Trotzdem wird noch immer wieder neues entwickelt – Hightech eben! |
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K.S. & U.M. 15.09.2005 |